Das 4. Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō-Seminar in Basel – „Einheit der Lehre“

Am Wochenende des 6. und 7. Mai 2017 fand im Dōkōkai Basel das 4. Seminar der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō statt. Geleitet wurde es vom 7. Sōke der Schule, Ōtsuka Ryūnosuke. Der Tag davor war wiederum reserviert für den Privatunterricht des Kaichō des Dōkōkai.

Nach dem Privatunterricht am Freitag trafen sich die Mitglieder des Dōkōkai bei einem Schüler in Basel zum Abendessen, Trinken, Fachsimpeln und um Tips von Ryūnosuke-Sōke zu bekommen in Bezug auf Ausrüstungsgegenstände wie Shinai und Bogu. Das war somit schon ein guter Start ins Wochenende!

Am Samstag vormittag fanden sich dann alle zum Seminarbeginn ein und zudem konnten wir noch einen Basler Kendōka begrüssen, der zum ersten Mal die Ryūha erleben konnte, welche so wichtig war für die Entwicklung des modernen Kendō.

Der erste Seminartag war ausgefüllt mit Ashiwaza-geiko, Suburi, den Gogyō-no-kata und Gekiken.

Überall legte Ryūnosuke-Sōke Wert auf saubere und korrekte Ausführung und nicht auf Kraft und Geschwindigkeit. Nur wenn die Kihon exakt ausgeführt werden, führen sie den Schüler zu Kraft und Geschwindigkeit. Alles andere ist nicht nur unsauber sondern kann auch zu körperlichen Problemen führen. Die durchdachte Lehrmethodik der Schule verblüfft jedes Mal aufs Neue!
Das Gekiken bestand an diesem Tag ausschliesslich aus Uchikomi-geiko, was den Teilnehmern alles abverlangte!

Am Abend ging man dann zusammen in ein bekanntes Basler Burger-Restaurant. Das hatten sich alle redlich verdient nach dem harten Uchikomi-geiko!

Die ersten paar Stunden am Sonntag waren dem Battōjutsu gewidmet. Dabei wurde auch erklärt, dass eben viele der Suwari-waza explizit geschaffen wurden, um für sich alleine im Haus zu trainieren. Die Szenarien der Suwari-waza können allerdings 1:1 auf Tachi-waza umgesetzt werden.

Danach wurden die Gogyō-no-kata vertieft und insbesondere auf die Anwendung der verschiedenen Arten des Maai eingegangen. Ohne tiefes Verständnis des Maai sind alle Kumitachi-Kata nur eine tote Hülle, mit der man vielleicht Aussenstehende kurz beeindrucken kann… aber für das eigene Fortkommen und die eigene Kampffähigkeit ist die möglichst perfekte Anwendung des Maai essenziell.
Zum Abschluss des Seminars stand dann nochmal Gekiken auf dem Programm, nun allerdings Shiai-geiko.

Ryūnosuke-Sōke war es diesesmal besonders wichtig, auf die „Einheit der Lehre“ zu verweisen. Ausnahmslos alle Einzelteile der Schule bilden nur zusammen ein sinnvolles Ganzes und sind voneinander abhängig.

Training von Ashiwaza nützen nichts, wenn man sie nicht im Kumitachi, Battōjutsu und Gekiken einsetzt. Gutes, gehaltvolles Battōjutsu bedingt, dass man sich im Gekiken misst. Und ohne die saubere Technikausbildung in den verschiedenen Kumitachi-Sets wird das Gekiken nichts weiteres sein, als undefinierbares Drauflosschlagen.
Und völlig egal wie perfekt all das schlussendlich angewendet und umgesetzt werden kann: Ohne ernsthaftes Reihō, dessen Sinn man auch versteht, macht man sich auf Enbu vor hochrangigen Gästen nur lächerlich.

An dieser Stelle auch noch ein grosses Lob an den Basler Kendōka, der aufgrund seiner Vorbildung rasch die Gogyō-no-kata erfassen konnte und auch im Battōjutsu die Abläufe der Shoden-no-kata schnell intus hatte. Kompliment, Florian!

Ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmer wiederum vom grossen Erfahrungsschatz von Ryūnosuke-Sōke profitieren konnten.
Somit möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken, dass Ryūnosuke-Sōke uns nun bereits zum vierten Mal in Basel besuchte um ein mehrtägiges Seminar abzuhalten.

…. und nächstes Jahr wird es bereits zu einem Jubiläums-Seminar in Basel kommen (das fünfte!).

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