Musha-Shugyō zum Chiba-Dōjō der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō

 

In der zweiten Aprilwoche fuhr ich für ein weiteres Privatseminar zum Hombu Dōjō der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō. Diese Wochenenden sind immer sehr speziell; voll von hartem Training und danach langen Gesprächen über Koryū und das Leben im Generellen während man herrliches Essen und feine Weine etc. geniesst!
Koryū-Praxis muss einfach Hand in Hand gehen mit solchen Sinnesfreuden!

Mir war nur noch nicht bewusst, wie speziell genau dieses Wochenende werden würde…

Nach einigen Stunden Training am Samstag fragte mich Ryūnosuke-Sōke nebenbei, ob mir klar ist, dass dieses Wochenende meine Kajō-Mokuroku Prüfung sei, die dritte von total fünf Hauptgraduierungen in unserer Tradition.

Oh oh…! Nein, bis zu dieser Sekunde war mir das nicht bewusst!

Wir haben an unterschiedlichen Sets unseres Kumitachi-Curriculums gearbeitet (Omote und Ura) und zwischendurch immer wieder mal zu den Shinai gegriffen und auf Gekiken-Modus geschaltet (ohne Bōgu). Somit konnte mir Ryūnosuke-Sōke Anwendungen und den tieferen Sinn der Techniken unserer Schule zeigen und vorallem deren effizienten Einsatz während des freien Vollkontaktkampfes.

Jedes Mal bin ich aufs Neue erstaunt wie er völlig natürliche Bewegungen mit den verheerenden Wirkungen der Techniken unserer Ryūha kombinieren kann. Es zahlt sich offenbar nicht nur aus wenn man diesem Weg als Beruf folgt, sondern dies auch mit einer analytischen Denkweise und viel Aufrichtigkeit tut.

Später kam ein anderer Schüler dazu und wir verbrachten die nächsten Stunden mit Naginatajutsu. Mit unserer Ō-naginata mit einer Länge von ca. 260 cm ist das sehr herausforderndes Training und sehr erkenntnisreich.

Zu dritt hatten wir dann ein relativ spätes Nachtessen bei einem der besten Italiener der Stadt und erfreuten uns am oben beschriebenen hervorragenden Essen und vorallem auch an einem köstlichen Valpolicella Ripasso!

Das Training am folgenden Tag bestand aus Battōjutsu (hauptsächlich das sehr anspruchsvolle Kaden-Set) und Uchikomi-geiko Gekiken.

Nach zwei Tagen Training, Kampf und Examen wurde mir schliesslich die Kajō-Mokuroku Schriftrolle unserer Schule verliehen.
Ich bin erfreut, dass Ryūnosuke-Sōke genug Potential in mir sieht um mich auch weiterhin zu unterrichten.

Nun geht es für mich darum, die zwölf Kajō noch verstärkt in jede meiner Techniken und Bewegungen einzubetten. Ich freue mich auf diese Arbeit und Erfahrung!

Ich bin äusserst dankbar für die Unterweisung und Anleitung welche mir meine Lehrer Ōtsuka Yōichirō Masanori-Sōke und Ōtsuka Ryūnosuke Masatomo-Sōke zukommen lassen und auch für deren Geduld mit mir.

Bis hierhin war es eine gute, spannende Zeit und ich bin überzeugt das es in Zukunft noch wesentlich besser werden wird! Meine Reise geht weiter!

Letztes Jahr ging ich detailliert auf unsere Privatseminare ein und welche Vorteile sie bringen (in Englisch): Some impressions and personal thoughts on a Kaichô private seminar at the Chiba-Dôjô

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